Karfreitag

März 2018Karfreitag – Am Karfreitag starb Jesus, nachdem er an ein Kreuz genagelt wurde. Mit diesem besonders grausamen Tod, der für Verbrecher vorgesehen war, entehrten die Römer  den vermeintlichen „König der Juden“. Mit ihm starb die Hoffnung auf ein „Reich Gottes“ auf Erden, denn die Römer gingen gegen diejenigen vor, die auf den Messias warteten. Deshalb flohen Jesu Jünger nach der Kreuzigung.

Im Licht der Auferstehung haben die ersten Christen dem Kreuzestod eine Bedeutung abgerungen: Jesus ist, so eine frühe und bis heute wirkungsmächtige Deutung der Ereignisse, wie ein reines Opfertier stellvertretend für sie gestorben, damit sie mit Gott Frieden haben können. Es gibt auch heute Menschen, die auf diese Weise aus großer Schuld zu einem neuen Leben gefunden haben. 

In der großen inneren und äußeren Sicherheit Deutschlands ringen die meisten Christen aber aufs Neue mit der Dunkelheit des Karfreitags. Manche identifizieren sich stärker mit dem sterbenden Jesus und verbinden mit seinem großen Karfreitag ihre kleinen Karfreitage, wo ihnen Lebensmut und Gottvertrauen sterben. Die Hoffnung bleibt, dass durch alle Höhen und Tiefen des Lebens immer wieder auch das Licht des neuen Ostermorgens scheint.