Unabhängigkeit Israels

 

Kalender der Kulturen – Mai 2018Vor 70 Jahren: Unabhängigkeit Israels
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Osmanische Reich zerschlagen. Weite Teile kamen unter britische oder französische Verwaltung gestellt, darunter auch Palästina. Unglücklicherweise hatte England sowohl Arabern als auch Juden einen Staat versprochen. Am 14. Mai 1948 sollte das britische Mandat für Palästina auslaufen. Der 14. war ein Freitag; darum versammelte sich der Jüdische Nationalrat im Stadtmuseum von Tel Aviv noch vor Sonnenuntergang und damit vor Beginn des jüdischen Ruhetags.

Unter einem Porträt des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, verkündete David Ben Gurion die Errichtung des Staates Israel, „kraft des natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung“. Elf Minuten später erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai.

Die Ausrufung Israels begann eine neue Epoche in der komplizierten Geschichte des „Heiligen Landes“. Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Transjordanien, der Libanon, der Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Inzwischen wurden zahlreiche weitere Kriege geführt. Deshalb spielt die Armee an diesem Tag eine besondere Rolle: Man besucht die Gedenkstätten der Gefallenen. Es gibt Tage der Offenen Tür auf Militärbasen und Vorführungen der Luftwaffe und Marine.

Der Unabhängigkeitstag ist kein religiöser Feiertag, hat jedoch für Juden und manche Christen eine hohe Bedeutung. In der Wiederherstellung einer nationalen Heimstatt der Juden sehen sie ein Zeichen, dass Gott sein Volk nicht verlassen hat.

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