Friedensfest im Coburger Land

Friedensfest im Coburger Land – Neben der Stadt Augsburg (Friedensfest am 8. August) gibt es in Bayern noch einen zweiten Ort, an dem man jährlich an das Ende des 30-jährigen Krieges erinnert: Meeder im Coburger Land. Am 19. August 1650 ordnete der Coburger Herzog Friedrich Wilhelm II. die jährliche Feier eines Friedensdankfestes an. Bis 1921 wurde es Sonntag nach Sebaldi (19. August) in jeder Kirchengemeinde des Coburger Landes gefeiert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde „Frieden“ in Deutschland mit Niederlage und nationaler Schande gleichgesetzt. Nur die Kirchengemeinde Meeder bewahrte die Tradition. Seit 1971 feiern auch die übrigen Kirchengemeinden des Coburger Landes wieder alle zehn Jahre das Friedensfest. 1982 wurde neben der Laurentiuskirche ein Friedensmuseum eingerichtet, das sogar die Anerkennung der Vereinten Nationen gefunden hat. Die Ortsgeschichte bietet viel Material. Es fängt mit Jahresangaben in Kirchenbüchern an: Annus salutis MDCLVII et Restitutae Pacis VIII = 1657. Jahr des Heils und 8. Jahr des wieder hergestellten Friedens. Nach 30 Jahren war der Frieden Anlass für eine zweite Zeitrechnung. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Menschen improvisieren: der Wehrmachtshelm als Salatschüssel, ein US-Stahlhelm als Schöpfkelle, Pfannkuchenwender aus dem Propeller eines Kampfflugzeugs, ein Brautkleid aus Fallschirmseide, Spaten aus russischem Raketenstahl.

www.friedensmuseum-meeder.de

Elvis Presley

Heute vor 40 Jahren: Elvis Presley tot aufgefunden – Am 16. August 1977 wurde Elvis Presley, der „King of Rock´n Roll“, tot in seiner Villa Graceland in Memphis aufgefunden. Als offizielle Todesursache wurde Herzversagen angegeben, doch viele Verehrer wollten sich damit nicht abfinden. Immer wieder gab es Meldungen, dass Elvis lebe und auf der Straße gesehen worden sei. Der Kult um Elvis Presley hielt an: Die Mauer um seine Villa ist wie die Motiv-Tafeln an christlichen Wallfahrtsorten mit zahlreichen Bittsprüchen versehen.

Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt – Der Glaube an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel wurde 1950 von Papst Pius XII. für die katholische Kirche zum Glaubensinhalt erhoben. Deshalb wird dieser Feiertag auch nur in katholischen Ländern und Gebieten gefeiert.

Unabhängigkeit Pakistans

Heute vor 70 Jahren: Unabhängigkeit Pakistans – Bis vor 70 Jahren war Indien eine englische Kolonie. Jahrzehntelanger Widerstand gegen die europäische Herrschaft mündete 1947 in der Unabhängigkeit. Wegen der Spannungen zwischen Hindus und Muslimen bildeten sich zwei Staaten: die hinduistisch geprägte Indische Union und das islamische geprägte Pakistan. Bis heute zwischen Indien und Pakistan umstritten ist Kaschmir, eine Region im Hochgebirge des Himalaja.

Ursprünglich sollte Pakistan ein Staat auf säkularer (= nicht-religiöser) Grundlage sein. Es kam aber anders: Schon 1956 rief sich Pakistan zur ersten Islamischen Republik der Welt aus.

Weltlinkshändertag

Weltlinkshändertag – Rechts und Links sind keine neutralen Begriffe. Seit 1976 gibt es den Weltlinkshändertag, um mehr Verständnis für Linkshänder zu wecken, die eben nicht „linkisch“ sind, sondern nur ein bisschen anders. Auch wenn Kinder nicht mehr angehalten werden, beim Schreiben „die gute Hand“ zu verwenden, ist die Welt damit noch nicht für die Menschen eingerichtet, die die linke Hand bevorzugen. Etwa jeder siebte Mensch ist Linkshänder – und hat damit ein Problem mit „normalen“, für Rechtshänder gebauten Geräten wie Computermäusen, Dosenöffner oder Scheren.

Weltjugendtag

Weltjugendtag – Die UNO hat den 12. August zum Internationalen Tag der Jugend erklärt. Es geht dabei darum, dass Jugendliche Politik und damit ihre Zukunft aktiv mitgestalten sollen. Denn sie sind von politischen Entscheidungen direkt betroffen, beispielsweise bei den Themen Bildung und Umweltschutz.

Tag der indigenen Bevölkerungen

Tag der indigenen Bevölkerungen – Der 9. August wird von den Vereinten Nationen als Tag der indigenen Bevölkerungen begangen. Seit 1994 soll dieser Tag Bewusstsein für die Rechte von Ureinwohnern wecken. Weltweit wird die Zahl der Angehörigen indigener Völker auf etwa 350 Millionen Menschen geschätzt. In Brasilien beispielsweise leben noch rund 500.000 Menschen in mehr als 200 indigenen Bevölkerungsgruppen; bei einer Gesamtbevölkerung von mehr als 200 Mio. Menschen gehen die meisten Brasilianer also in irgendeiner Weise auf Einwanderung zurück.

Augsburger Friedensfest

Augsburger Friedensfest – 1650 feierten die Protestanten in Augsburg erstmals ein Friedensfest. Anlass war die Rückgabe ihrer Kirchen. 1629 hatte der Rat der Stadt am 8. August die evangelischen Kirchen geschlossen und die evangelischen Pfarrer ohne Bürgerrecht aus der Stadt gewiesen. Beim Friedensfest dachten die Augsburger auch an die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Dieser wurde 1648 mit dem Westfälischen Frieden beendet, der den evangelischen Christen die gleichen Rechte wie den Katholiken einräumte.

Das Friedensfest ist seit 1950 für den Stadtkreis Augsburg ein gesetzlich geschützter Feiertag. Arbeitnehmer können diesen in Deutschland einzigen auf eine Stadt beschränkten Feiertag allerdings nur in Anspruch nehmen, wenn sie im Stadtgebiet tätig sind. Seit 1985 feiern evangelische und katholische Christen das Friedensfest gemeinsam.

Mittlerweile wird das Friedensfest multikulturell und interreligiös begangen. Verantwortliche in Politik, Kultur, Tourismus und Wissenschaft treiben ein internationales Leitbild Augsburgs als „Stadt des Friedens“ voran.

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