Tag der Heiligen Sara

Tag der Heiligen Sara – Die „Schwarze Sara“, wie sie auch genannt wird, gilt vielen katholischen Sinti und Roma als Schutzpatronin. Der 24. und 25. Mai sind der Höhepunkt der größten, jährlichen Wallfahrt von Sinti und Roma zu Sara und zu den drei Marien nach Saintes-Maries-de-la-Mer (Südfrankreich). Die Figuren der Heiligen werden in großen Prozessionen ins Meer hinein getragen.
Die Legenden um die Heilige Sara sind nicht eindeutig. Es wird vermutet, dass sie zum Kreis derer gehörte, die Ostern das leere Grab von Jesus entdeckten. Weil die Christen verfolgt wurden, floh sie womöglich als Dienerin gemeinsam mit den „drei Marien“ nach Südfrankreich. Dort machte sie das Christentum weiter bekannt.

Weitere Informationen findet man bei www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Sara-la-Kali.html.

Verkündigung des Báb

Verkündigung des Báb – An den neun Bahá’í-Feiertagen im Jahr soll die Arbeit ruhen. Die Feiertage werden in den Gemeinden mit Lesungen, musikalischen und künstlerischen Darbietungen und geselligem Beisammensein begangen. In vielen Bundesländern sind an den Feiertagen die Kinder von der Schulpflicht befreit.

Türkischer Jugendtag

Türkischer Jugendtag – Zur Erinnerung an Atatürks Ankunft in Samsun und Beginn des Befreiungskrieges, an dessen Ende die Gründung der modernen Türkei stand. Für Armenier, Kurden und andere Minderheiten ist der nationale Feiertag zugleich ein Anlass, an unaufgearbeitete Geschichte und offene Fragen ihrer gesellschaftlichen Teilhabe zu erinnern.

Muttertag

Muttertag – Der Muttertag ist ein Tag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft. Er hat sich seit 1914, beginnend in den Vereinigten Staaten, in der westlichen Welt etabliert. Im deutschsprachigen Raum und vielen anderen Ländern wird er am zweiten Sonntag im Mai begangen.

Tamagotchi

Heute vor 20 Jahren: Das Tamagotchi kommt in Deutschland auf den Markt.
Inzwischen muss man wohl erklären, was ein Tamagotchi ist. Vor 20 Jahren war es weltweit ein Renner. Das Tamagotchi war ein virtuelles Küken, um das man sich vom Zeitpunkt des Schlüpfens an wie um ein echtes Haustier kümmern muss. Es hat Bedürfnisse wie schlafen, essen, trinken, Zuneigung und entwickelt auch eine eigene Persönlichkeit. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten meldet sich das Tamagotchi und verlangt Aufmerksamkeit. Sollte man es vernachlässigen, stirbt es, kann jedoch durch Drücken eines Reset-Schalters wiederbelebt werden.
Nach fast acht Jahren Ruhe um das „kleine Ei“ veröffentlichte Bandai 2004 ein Nachfolgeprodukt „Tamagotchi Plus“, das in den folgenden Jahren im Hinblick auf Vernetzungsmöglichkeiten weiter entwickelt wurde.

Eisheilige

Eisheilige – Zwischen dem 11. und 15. Mai kommen die Eisheiligen. Laut Volksmund wird das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „kalten Sophie“ am 15. Mai stabil, aber eigentlich ist das noch später der Fall. Die einzelnen Eisheiligentage sind folgende: 11. Mai Mamertus, 12. Mai Pankratius, 13. Mai Servatius, 14. Mai Bonifatius, 15. Mai Sophie.

Europatag

Europatag – Der Europatag der Europäischen Union am 9. Mai ist ein Zeichen der Freude über Frieden und Einheit in Europa. Es ging freilich nicht immer so friedlich zu. In vielen Ländern erinnern sich die Menschen mit Feiertagen am 8. und 9. Mai an die Kapitulation Deutschlands, die im Jahr 1945 den Zweiten Weltkrieg in Europa beendete. In Russland etwa erinnern sich die Menschen mit dem „Tag des Sieges“ am 9. Mai an den Sieg über den Hitler-Faschismus.

Herdelezi

Herdelezi – das Frühlingsfest der Roma – Am 6. Mai feiern Roma und auch Nicht-Roma auf dem Balkan ein Frühlingsfest. Bei den Christen heißt es Djurdjev dan, Georgstag, bei den Muslimen Herdelezi.

In Šuto Orizari, der Roma-Vorstadt von Skopje, Mazedonien, wird es so gefeiert:
In den Tagen vor dem Fest werden alle Häuser innen und außen gründlich gereinigt. Die Teppiche werden vor den Häusern gewaschen und geschrubbt, und wenn möglich werden Haus und Zäune neu gestrichen. Lastwagen bringen Schafe auf den Markt, und jede Familie kauft zumindest ein Lamm, manche auch ein Kalb.

Am 5. Mai besuchen die Roma eine heilige Quelle am anderen Ende der Stadt, hinter der Kirche von St. Johann dem Täufer. Wer aus der Quelle trinkt, soll das ganze Jahr Glück haben. Die jungen Leute trinken aus der Quelle und zünden Kerzen an, um eine Ehefrau oder einen Ehemann zu finden. An diesem Tag werden auch die Schafe geschlachtet, und die geschlachteten Schafe werden vor dem Haus zur Schau gestellt.

Am 6. Mai feiern die Familien zu Hause. Am nächsten Tag besucht man Freunde und Verwandte. Die Jungen begrüßen die Älteren und wünschen ihnen Bahtalo Herdelezi!, Glückliches Frühlingsfest! und küssen ihnen die Hand. Am vierten Tag von Herdelezi wird öffentlich gefeiert. Die Familien grillen vor ihren Häusern, jeder stellt Lautsprecher oder Musikanlagen vors Haus, die Straßen sind mit lauter Musik erfüllt. Die Blechkapelle zieht von Haus zu Haus und die Leute geben den Musikern Geld. Die Familien besuchen den Lunapark und am Abend gibt es ein großes Open-Air-Konzert.

(Zusendung von Martin Auer, „Wo ist Zigeunerland?“ http://roma-und-sinti.kwikk.info am 15. Juli 2010)