Tag der Heiligen Sara

Tag der Heiligen Sara – Die „Schwarze Sara“, wie sie auch genannt wird, gilt vielen katholischen Sinti und Roma als Schutzpatronin. Der 24. und 25. Mai sind der Höhepunkt der größten, jährlichen Wallfahrt von Sinti und Roma zu Sara und zu den drei Marien nach Saintes-Maries-de-la-Mer (Südfrankreich). Die Figuren der Heiligen werden in großen Prozessionen ins Meer hinein getragen.
Die Legenden um die Heilige Sara sind nicht eindeutig. Es wird vermutet, dass sie zum Kreis derer gehörte, die Ostern das leere Grab von Jesus entdeckten. Weil die Christen verfolgt wurden, floh sie womöglich als Dienerin gemeinsam mit den „drei Marien“ nach Südfrankreich. Dort machte sie das Christentum weiter bekannt.

Weitere Informationen findet man bei www.heiligenlexikon.de/BiographienS/Sara-la-Kali.html.

Herdelezi

Herdelezi – das Frühlingsfest der Roma – Am 6. Mai feiern Roma und auch Nicht-Roma auf dem Balkan ein Frühlingsfest. Bei den Christen heißt es Djurdjev dan, Georgstag, bei den Muslimen Herdelezi.

In Šuto Orizari, der Roma-Vorstadt von Skopje, Mazedonien, wird es so gefeiert:
In den Tagen vor dem Fest werden alle Häuser innen und außen gründlich gereinigt. Die Teppiche werden vor den Häusern gewaschen und geschrubbt, und wenn möglich werden Haus und Zäune neu gestrichen. Lastwagen bringen Schafe auf den Markt, und jede Familie kauft zumindest ein Lamm, manche auch ein Kalb.

Am 5. Mai besuchen die Roma eine heilige Quelle am anderen Ende der Stadt, hinter der Kirche von St. Johann dem Täufer. Wer aus der Quelle trinkt, soll das ganze Jahr Glück haben. Die jungen Leute trinken aus der Quelle und zünden Kerzen an, um eine Ehefrau oder einen Ehemann zu finden. An diesem Tag werden auch die Schafe geschlachtet, und die geschlachteten Schafe werden vor dem Haus zur Schau gestellt.

Am 6. Mai feiern die Familien zu Hause. Am nächsten Tag besucht man Freunde und Verwandte. Die Jungen begrüßen die Älteren und wünschen ihnen Bahtalo Herdelezi!, Glückliches Frühlingsfest! und küssen ihnen die Hand. Am vierten Tag von Herdelezi wird öffentlich gefeiert. Die Familien grillen vor ihren Häusern, jeder stellt Lautsprecher oder Musikanlagen vors Haus, die Straßen sind mit lauter Musik erfüllt. Die Blechkapelle zieht von Haus zu Haus und die Leute geben den Musikern Geld. Die Familien besuchen den Lunapark und am Abend gibt es ein großes Open-Air-Konzert.

(Zusendung von Martin Auer, „Wo ist Zigeunerland?“ http://roma-und-sinti.kwikk.info am 15. Juli 2010)

Osterfest

Osterfest – An Ostern erinnern sich die Christen daran, dass Jesus vom Tod auferstanden ist. Dieses Ereignis lässt sie hoffen und darauf vertrauen, auch die eigenen Probleme überwinden zu können und nach ihrem Tod wie Jesus das ewige Leben zu erfahren.

Aschermittwoch

Aschermittwoch – Der Aschermittwoch markiert nicht nur das Ende des Karnevals, sondern für Christen den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit bis Ostern. Es beginnt eine Zeit der Buße. Katholiken gehen in die Kirche und bekommen vom Priester mit Asche ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Daher kommt auch der Ausspruch „Asche auf mein Haupt“, wenn jemand einsieht, einen Fehler gemacht zu haben.

Darstellung des Herrn / Mariä Lichtmess

Darstellung des Herrn / Mariä Lichtmess – Katholische Christen feiern am 2. Februar das Fest der „Darstellung des Herrn”: 40 Tage nach dessen Geburt brachten Maria und Josef ihr Kind in den Tempel. Jesus war der Erstgeborene und galt somit als Eigentum Gottes.

Ein zweiter Name des Festtags lautet „Mariä Lichtmess”, weil an diesem Tag früher für das Gebet Zuhause geweiht wurden.

Weihnachtsfest in Russland

Weihnachtsfest in Russland – Die meisten Christen feiern Weihnachten an Heiligabend und am 25./26 Dezember. Die orthodoxen Kirchen in Russland feiern Weihnachten am 6./7. Januar. Das liegt daran, dass sie das Weihnachtsfest nach einem anderen Kalender berechnen.

Heiliger Abend

Heiliger Abend – An Heiligabend haben sich die Christen einst auf Weihnachten vorbereitet, indem sie gefastet und das Haus geputzt haben. Weihnachten gehört zu den wichtigsten Festen der Christen, da damit die Geburt von Jesus Christus gefeiert wird. Heute werden als Erinnerung an dieses Geschenk für die Menschheit an Heiligabend Geschenke überreicht, besonders an die Kinder.