Beginn von Jom Kippur

Kalender der Kulturen | September 2017Abends: Beginn von Jom Kippur (29.9. abends/30.10.2017) – Der „Große Versöhnungstag“ ist das wichtigste Fest im Judentum. Es wird zehn Tage nach dem jüdischen Neujahrstag begangen und beginnt in diesem Jahr am Abend des 30. September Als es den Tempel in Jerusalem noch gab, war Jom Kippur der einzige Tag, an dem der Hohepriester das Allerheiligste im Tempel betreten durfte, um für das Volk die Vergebung der Sünden zu empfangen. Auch wurde zwischen zwei Schafböcken ausgelost. Der eine wurde geopfert, der andere als Sündenbock in die Wüste gejagt, nachdem ihm der Hohepriester die Sünden des Volkes auferlegt hatte.

In Israel ruht das öffentliche Leben, Fernsehen und Radio unterbrechen ihr Programm. Auch eigentlich nicht-religiöse Juden fasten, bitten andere um Verzeihung, mit denen sie sich in den letzten zwölf Monaten gestritten haben, tauschen kleine Geschenke aus und besuchen die Friedhöfe. In der Synagoge wird an diesem Tag aus dem Buch Jona gelesen, in dem es um Umkehr und Vergebung geht. Die Gottesdienste dauern den ganzen Tag lang, in ihrem Zentrum steht das gemeinsame Sündenbekenntnis.

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Beginn des jüdischen Jahrs 5778

Kalender der Kulturen | September 2017Abends: Beginn des jüdischen Jahrs 5778 (20.9. abends-22.9.2017) – Das jüdische Neujahrsfest heißt Rosch Haschana und leitet eine zehntägige Besinnungszeit ein, die mit dem Fest Jom Kippur endet. Der „gute Rutsch“ als Wunsch zum Jahreswechsel wurde von Etymologen (Wortforschern) lang vom Wort „Rosch“ für Kopf bzw. Anfang abgeleitet. Mittlerweile wird das stark bezweifelt. Das in Deutschland gebräuchliche Westjiddische kannte das jüdische Neujahrsfest im Gegensatz zum hochsprachlichen sefardischen „Rosch Haschana“ als „Rausch haschono/-ne“ oder als „Rauschaschone/- Rauschscheschone“. Dagegen wurde „Rutsch(en)“ früher auch für „Reise(n)“ verwendet. Einen guten Rutsch zu wünschen, wünscht eine gute Reise durch das neue Jahr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Guten_Rutsch

Christoph Gutknecht: Rutsch, Rosch und Rausch. Hat der deutsche Neujahrsglückwunsch wirklich hebräische Wurzeln? (Aktualisiert am 31.12.2014) http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11909)

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Französischer Nationalfeiertag

Kalender der Kulturen – Juli 2017Französischer Nationalfeiertag

Mit dem Sturm auf ein Gefängnis begann 1789 die Französische Revolution. Überall in Frankreich werden zur Erinnerung Feste gefeiert, und der französische Radfahrer, der an diesem Tag die Etappe der Tour de France gewinnt, wird besonders gefeiert.

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Fest des Fastenbrechens

Kalender der KulturenFest des Fastenbrechens zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan (25.-27. Juni 2017) – Das Ende des Fastenmonats Ramadan feiern die Muslime mit einem dreitägigen Fest.(Arabisch „ʿĪd al-Fitr“, Türkisch „Ramazan Bayramı“)  Nun dürfen sie auch tagsüber wieder normal essen und trinken. Dazu tischen sie alle möglichen Leckereien auf und freuen sich mit der Familie und Freunden daran.

Die Festlegung von Beginn und Ende des Ramadan kann aufgrund unterschiedlicher Berechnungsgrundlagen und Bindungen an ein Herkunftsland variieren. Der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (Verbände DITIB, VIKZ, Islamrat und Zentralrat) hat sich auf einen einheitlichen Zeitrahmen verständigt und nennt für das Ramadanfest den 25. bis 27. Juni 2017. Seit Jahren entbieten die römisch-katholische und andere Kirchen Muslimen zu den Großfesten Grüße

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Fronleichnam

Kalender der KulturenFronleichnam – Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi (lateinisch Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi) ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.

Katholiken glauben, dass sie beim Abendmahl mit der Hostie den Leib Christi aufnehmen. Das feiern sie an Fronleichnam. Nicht wie sonst in der Kirche, sondern in den Straßen werden geschmückte Altäre aufgebaut. In einer feierlichen Prozession wird eine Hostie in einem kostbaren Gefäß (Monstranz) von Altar zu Altar getragen und dabei wird gesungen und gebetet.

Herdelezi

Herdelezi – das Frühlingsfest der Roma – Am 6. Mai feiern Roma und auch Nicht-Roma auf dem Balkan ein Frühlingsfest. Bei den Christen heißt es Djurdjev dan, Georgstag, bei den Muslimen Herdelezi.

In Šuto Orizari, der Roma-Vorstadt von Skopje, Mazedonien, wird es so gefeiert:
In den Tagen vor dem Fest werden alle Häuser innen und außen gründlich gereinigt. Die Teppiche werden vor den Häusern gewaschen und geschrubbt, und wenn möglich werden Haus und Zäune neu gestrichen. Lastwagen bringen Schafe auf den Markt, und jede Familie kauft zumindest ein Lamm, manche auch ein Kalb.

Am 5. Mai besuchen die Roma eine heilige Quelle am anderen Ende der Stadt, hinter der Kirche von St. Johann dem Täufer. Wer aus der Quelle trinkt, soll das ganze Jahr Glück haben. Die jungen Leute trinken aus der Quelle und zünden Kerzen an, um eine Ehefrau oder einen Ehemann zu finden. An diesem Tag werden auch die Schafe geschlachtet, und die geschlachteten Schafe werden vor dem Haus zur Schau gestellt.

Am 6. Mai feiern die Familien zu Hause. Am nächsten Tag besucht man Freunde und Verwandte. Die Jungen begrüßen die Älteren und wünschen ihnen Bahtalo Herdelezi!, Glückliches Frühlingsfest! und küssen ihnen die Hand. Am vierten Tag von Herdelezi wird öffentlich gefeiert. Die Familien grillen vor ihren Häusern, jeder stellt Lautsprecher oder Musikanlagen vors Haus, die Straßen sind mit lauter Musik erfüllt. Die Blechkapelle zieht von Haus zu Haus und die Leute geben den Musikern Geld. Die Familien besuchen den Lunapark und am Abend gibt es ein großes Open-Air-Konzert.

(Zusendung von Martin Auer, „Wo ist Zigeunerland?“ http://roma-und-sinti.kwikk.info am 15. Juli 2010)