UNESCO-Tag der Philosophie

UNESCO-Tag der Philosophie – Philosophie, kritisches Denken und freie Meinungsäußerung sind wichtig für Frieden und Entwicklung. Seit 2002 begeht die UNESCO am dritten Donnerstag im November den Tag der Philosophie, seit 2005 ist es ein offizieller Welttag. Partner des Welttags sind in Deutschland die Deutsche UNESCO-Kommission, die Deutsche Gesellschaft für Philosophie und der Deutsche Volkshochschulverband.

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Beginn der Friedensdekade „Streit“

Beginn der Friedensdekade „Streit“ (12.-22.11.2017) – „Frieden schaffen ohne Waffen“, dieses berühmt gewordene Motto stand 1980 über der ersten Friedenswoche in Deutschland. Sie nahm im Osten und im Westen eine Anregung auf, die 1979 der Ökumenische Jugendrat in Europa seinen Mitgliedern ans Herz gelegt hatte.

Material bekommt man unter www.friedensdekade.de.

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Beginn des Kaschmir-Konflikts

Kalender der Kulturen | Oktober 2017Heute vor 70 Jahren: Beginn des Kaschmir-Konflikts

Die Unabhängigkeit Indiens und Pakistans 1947 bedeutete noch nicht die Grenzen, die wir heute kennen. Bis heute umstritten ist Kaschmir, um das Indien und Pakistan bereits mehrere Kriege geführt haben.

Am 22. Oktober 1947 begann der erste. Paschtunische Stammeskrieger unter pakistanischem Kommando drangen ohne vorherige Ankündigung im unabhängigen Fürstentum Kaschmir ein. Die Truppen des Maharadschas hatten dem überraschenden Angriff wenig entgegenzusetzen, so dass der Weg in die Hauptstadt Srinagar nach kurzen Gefechten frei war. Teile der vorwiegend muslimischen Armee Kaschmirs waren aus Sympathie für die pakistanischen Freischärler zum Gegner übergelaufen. Der Maharadscha bat Indien um militärischen Beistand. Indien machte aber eine Bedingung: Kaschmirs musste Indien beitreten. Nach der Unterzeichnung der Beitrittserklärung griffen indische Truppen am 27. Oktober in Kaschmir ein. Der Konflikt wurde zum Krieg zwischen Indien und Pakistan, obwohl es von keiner Seite zu einer offenen Kriegserklärung kam.

Die Vereinten Nationen vermittelten einen Waffenstillstand; 1949 wurde Kaschmir offiziell geteilt. Dennoch kam es zwischen beiden Ländern immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen. Auch China hat Anspruch auf die Gebirgsregion erhoben und militärisch durchgesetzt.

Weltfriedenstag

Kalender der Kulturen | September 2017Weltfriedenstag – Die Generalversammlung der Vereinten Nationen beginnt traditionell am dritten Dienstag im September. 1981 rief die UNO den Beginn der Generalversammlung als Waffenstillstandstag aus, der in dem Jahr auf den 21. September fiel. Man wollte so die Idee der gewaltlosen Konfliktlösung sowohl in nationale als auch internationale Konflikte hineintragen. 2001 wurde der International Day of Peace fest auf den 21. September gelegt. Allerdings wird der Tag bis heute nur wenig beachtet. 2004 rief der Ökumenische Rat der Kirchen den 21. September als Tag des Gebets für den Frieden aus, um „die Zeugniskraft der Kirchen und Glaubensgemeinschaften den vielen Kräften der weltweiten Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit hinzuzufügen“.

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Friedensfest im Coburger Land

Friedensfest im Coburger Land – Neben der Stadt Augsburg (Friedensfest am 8. August) gibt es in Bayern noch einen zweiten Ort, an dem man jährlich an das Ende des 30-jährigen Krieges erinnert: Meeder im Coburger Land. Am 19. August 1650 ordnete der Coburger Herzog Friedrich Wilhelm II. die jährliche Feier eines Friedensdankfestes an. Bis 1921 wurde es Sonntag nach Sebaldi (19. August) in jeder Kirchengemeinde des Coburger Landes gefeiert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde „Frieden“ in Deutschland mit Niederlage und nationaler Schande gleichgesetzt. Nur die Kirchengemeinde Meeder bewahrte die Tradition. Seit 1971 feiern auch die übrigen Kirchengemeinden des Coburger Landes wieder alle zehn Jahre das Friedensfest. 1982 wurde neben der Laurentiuskirche ein Friedensmuseum eingerichtet, das sogar die Anerkennung der Vereinten Nationen gefunden hat. Die Ortsgeschichte bietet viel Material. Es fängt mit Jahresangaben in Kirchenbüchern an: Annus salutis MDCLVII et Restitutae Pacis VIII = 1657. Jahr des Heils und 8. Jahr des wieder hergestellten Friedens. Nach 30 Jahren war der Frieden Anlass für eine zweite Zeitrechnung. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Menschen improvisieren: der Wehrmachtshelm als Salatschüssel, ein US-Stahlhelm als Schöpfkelle, Pfannkuchenwender aus dem Propeller eines Kampfflugzeugs, ein Brautkleid aus Fallschirmseide, Spaten aus russischem Raketenstahl.

www.friedensmuseum-meeder.de

Augsburger Friedensfest

Augsburger Friedensfest – 1650 feierten die Protestanten in Augsburg erstmals ein Friedensfest. Anlass war die Rückgabe ihrer Kirchen. 1629 hatte der Rat der Stadt am 8. August die evangelischen Kirchen geschlossen und die evangelischen Pfarrer ohne Bürgerrecht aus der Stadt gewiesen. Beim Friedensfest dachten die Augsburger auch an die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Dieser wurde 1648 mit dem Westfälischen Frieden beendet, der den evangelischen Christen die gleichen Rechte wie den Katholiken einräumte.

Das Friedensfest ist seit 1950 für den Stadtkreis Augsburg ein gesetzlich geschützter Feiertag. Arbeitnehmer können diesen in Deutschland einzigen auf eine Stadt beschränkten Feiertag allerdings nur in Anspruch nehmen, wenn sie im Stadtgebiet tätig sind. Seit 1985 feiern evangelische und katholische Christen das Friedensfest gemeinsam.

Mittlerweile wird das Friedensfest multikulturell und interreligiös begangen. Verantwortliche in Politik, Kultur, Tourismus und Wissenschaft treiben ein internationales Leitbild Augsburgs als „Stadt des Friedens“ voran.

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Weltfriedenstag

Weltfriedenstag – Am 6. und 9. August 1945 wurden die ersten Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Dabei wurde deutlich, wie nah die Menschen daran sind, sich und den ganzen Planeten zu zerstören. Der Weltfriedenstag erinnert an dieses schreckliche Ereignis.

Nach einer japanischen Legende geht für denjenigen, der 1000 Kraniche faltet, ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung. Bunte Papierkraniche sind in Hiroshima zum Symbol für die Hoffnung auf dauerhaften Frieden geworden.

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Weltflüchtlingstag

Kalender der KulturenWeltflüchtlingstag – Der „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ oder auch Weltflüchtlingstag wurde 1914 von Papst Benedikt XV. unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges ausgerufen und seither jährlich abgehalten. Die einzelnen Bischofskonferenzen haben zum Teil andere Tage festgelegt, so in Lateinamerika den 12. Oktober, den Tag der europäischen Entdeckung Amerikas.

Am 4. Dezember 2000 erklärte die UN-Generalversammlung den Gründungstag des UNHCR (dt.: Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) den 20. Juni zum UN-Weltflüchtlingstag.

www.younicef.de/fluechtlingskinder.html