Jom Kippur

Kalender der Kulturen – September 2018

Kalender der Kulturen – September 2018Abends: Beginn von Jom Kippur (18.9. abends/19.9.2018) – Der „Große Versöhnungstag“ ist das wichtigste Fest im Judentum. Es wird zehn Tage nach dem jüdischen Neujahrstag begangen und beginnt in diesem Jahr am Abend des 30. September Als es den Tempel in Jerusalem noch gab, war Jom Kippur der einzige Tag, an dem der Hohepriester das Allerheiligste im Tempel betreten durfte, um für das Volk die Vergebung der Sünden zu empfangen. Auch wurde zwischen zwei Schafböcken ausgelost. Der eine wurde geopfert, der andere als Sündenbock in die Wüste gejagt, nachdem ihm der Hohepriester die Sünden des Volkes auferlegt hatte.

In Israel ruht das öffentliche Leben, Fernsehen und Radio unterbrechen ihr Programm. Auch eigentlich nicht-religiöse Juden fasten, bitten andere um Verzeihung, mit denen sie sich in den letzten zwölf Monaten gestritten haben, tauschen kleine Geschenke aus und besuchen die Friedhöfe. In der Synagoge wird an diesem Tag aus dem Buch Jona gelesen, in dem es um Umkehr und Vergebung geht. Die Gottesdienste dauern den ganzen Tag lang, in ihrem Zentrum steht das gemeinsame Sündenbekenntnis. 

Beginn des jüdischen Jahrs 5779

Kalender der Kulturen – September 2018Abends: Beginn des jüdischen Jahrs 5779 (9.9. abends-11.9.2018) – Das jüdische Neujahrsfest heißt Rosch Haschana und leitet eine zehntägige Besinnung ein, die mit dem endet. Der „gute Rutsch“ als Wunsch zum Jahreswechsel wurde von Etymologen (Wortforschern) lang vom Wort „Rosch“ für Kopf bzw. Anfang abgeleitet.

Mittlerweile wird das stark bezweifelt. Das in Deutschland gebräuchliche Westjiddische kannte das jüdische Neujahrsfest im Gegensatz zum hochsprachlichen sefardischen „Rosch Haschana“ als „Rausch haschono/-ne“ oder als „Rauschaschone/- Rauschscheschone“. Dagegen wurde „Rutsch(en)“ früher auch für „Reise(n)“ verwendet. Einen guten Rutsch zu wünschen, wünscht eine gute Reise durch das neue Jahr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Guten_Rutsch

Christoph Gutknecht: Rutsch, Rosch und Rausch. Hat der deutsche Neujahrsglückwunsch wirklich hebräische Wurzeln? (Aktualisiert am 31.12.2014) http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11909)

Beginn des jüdischen Jahrs 5778

Kalender der Kulturen | September 2017Abends: Beginn des jüdischen Jahrs 5778 (20.9. abends-22.9.2017) – Das jüdische Neujahrsfest heißt Rosch Haschana und leitet eine zehntägige Besinnungszeit ein, die mit dem Fest Jom Kippur endet. Der „gute Rutsch“ als Wunsch zum Jahreswechsel wurde von Etymologen (Wortforschern) lang vom Wort „Rosch“ für Kopf bzw. Anfang abgeleitet. Mittlerweile wird das stark bezweifelt. Das in Deutschland gebräuchliche Westjiddische kannte das jüdische Neujahrsfest im Gegensatz zum hochsprachlichen sefardischen „Rosch Haschana“ als „Rausch haschono/-ne“ oder als „Rauschaschone/- Rauschscheschone“. Dagegen wurde „Rutsch(en)“ früher auch für „Reise(n)“ verwendet. Einen guten Rutsch zu wünschen, wünscht eine gute Reise durch das neue Jahr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Guten_Rutsch

Christoph Gutknecht: Rutsch, Rosch und Rausch. Hat der deutsche Neujahrsglückwunsch wirklich hebräische Wurzeln? (Aktualisiert am 31.12.2014) http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11909)

MerkenMerken