Erste Bischöfin in ihr Amt eingeführt

Heute vor 25 Jahren: Erste Bischöfin in ihr Amt eingeführt – Am 30. August 1992 wurde Maria Jepsen in ihr Amt als Bischöfin der evangelisch-lutherischen Kirche in Hamburg ins Amt eingeführt. Schon ihre Wahl hatte weltweit Aufsehen erregt. Für die einen war es ein Zeichen, dass die 2000-jährige Tradition der Männerherrschaft in der Kirche nun zu Ende gehe. Andere sehen bis heute Frauen in kirchlichen Leitungsämtern als Abweichung von der christlichen Tradition. Während es in evangelischen Kirchen Deutschlands weitere Bischöfinnen gab, lehnen sowohl die katholische als auch die orthodoxe Kirche die Ordination von Frauen in ein kirchliches Amt weiter ab.

Friedensfest im Coburger Land

Friedensfest im Coburger Land – Neben der Stadt Augsburg (Friedensfest am 8. August) gibt es in Bayern noch einen zweiten Ort, an dem man jährlich an das Ende des 30-jährigen Krieges erinnert: Meeder im Coburger Land. Am 19. August 1650 ordnete der Coburger Herzog Friedrich Wilhelm II. die jährliche Feier eines Friedensdankfestes an. Bis 1921 wurde es Sonntag nach Sebaldi (19. August) in jeder Kirchengemeinde des Coburger Landes gefeiert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde „Frieden“ in Deutschland mit Niederlage und nationaler Schande gleichgesetzt. Nur die Kirchengemeinde Meeder bewahrte die Tradition. Seit 1971 feiern auch die übrigen Kirchengemeinden des Coburger Landes wieder alle zehn Jahre das Friedensfest. 1982 wurde neben der Laurentiuskirche ein Friedensmuseum eingerichtet, das sogar die Anerkennung der Vereinten Nationen gefunden hat. Die Ortsgeschichte bietet viel Material. Es fängt mit Jahresangaben in Kirchenbüchern an: Annus salutis MDCLVII et Restitutae Pacis VIII = 1657. Jahr des Heils und 8. Jahr des wieder hergestellten Friedens. Nach 30 Jahren war der Frieden Anlass für eine zweite Zeitrechnung. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Menschen improvisieren: der Wehrmachtshelm als Salatschüssel, ein US-Stahlhelm als Schöpfkelle, Pfannkuchenwender aus dem Propeller eines Kampfflugzeugs, ein Brautkleid aus Fallschirmseide, Spaten aus russischem Raketenstahl.

www.friedensmuseum-meeder.de

Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt – Der Glaube an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel wurde 1950 von Papst Pius XII. für die katholische Kirche zum Glaubensinhalt erhoben. Deshalb wird dieser Feiertag auch nur in katholischen Ländern und Gebieten gefeiert.

Augsburger Friedensfest

Augsburger Friedensfest – 1650 feierten die Protestanten in Augsburg erstmals ein Friedensfest. Anlass war die Rückgabe ihrer Kirchen. 1629 hatte der Rat der Stadt am 8. August die evangelischen Kirchen geschlossen und die evangelischen Pfarrer ohne Bürgerrecht aus der Stadt gewiesen. Beim Friedensfest dachten die Augsburger auch an die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Dieser wurde 1648 mit dem Westfälischen Frieden beendet, der den evangelischen Christen die gleichen Rechte wie den Katholiken einräumte.

Das Friedensfest ist seit 1950 für den Stadtkreis Augsburg ein gesetzlich geschützter Feiertag. Arbeitnehmer können diesen in Deutschland einzigen auf eine Stadt beschränkten Feiertag allerdings nur in Anspruch nehmen, wenn sie im Stadtgebiet tätig sind. Seit 1985 feiern evangelische und katholische Christen das Friedensfest gemeinsam.

Mittlerweile wird das Friedensfest multikulturell und interreligiös begangen. Verantwortliche in Politik, Kultur, Tourismus und Wissenschaft treiben ein internationales Leitbild Augsburgs als „Stadt des Friedens“ voran.

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Fronleichnam

Kalender der KulturenFronleichnam – Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi (lateinisch Sollemnitas Sanctissimi Corporis et Sanguinis Christi) ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.

Katholiken glauben, dass sie beim Abendmahl mit der Hostie den Leib Christi aufnehmen. Das feiern sie an Fronleichnam. Nicht wie sonst in der Kirche, sondern in den Straßen werden geschmückte Altäre aufgebaut. In einer feierlichen Prozession wird eine Hostie in einem kostbaren Gefäß (Monstranz) von Altar zu Altar getragen und dabei wird gesungen und gebetet.

Aschermittwoch

Aschermittwoch – Der Aschermittwoch markiert nicht nur das Ende des Karnevals, sondern für Christen den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit bis Ostern. Es beginnt eine Zeit der Buße. Katholiken gehen in die Kirche und bekommen vom Priester mit Asche ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Daher kommt auch der Ausspruch „Asche auf mein Haupt“, wenn jemand einsieht, einen Fehler gemacht zu haben.