Volkstrauertag

Volkstrauertag – Am Volkstrauertag gedenken die Menschen der Soldaten, die in den zwei Weltkriegen ums Leben kamen, sowie der Opfer des Nationalsozialismus und allgemein der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. Der ursprüngliche Vorschlag zu diesem Gedenktag kam 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der damit die Gefallenen des Ersten Weltkriegs ehren wollte.

Anregungen und Material bekommt man unter www.volksbund.de/mitmachaktionen.

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Beginn des Kaschmir-Konflikts

Kalender der Kulturen | Oktober 2017Heute vor 70 Jahren: Beginn des Kaschmir-Konflikts

Die Unabhängigkeit Indiens und Pakistans 1947 bedeutete noch nicht die Grenzen, die wir heute kennen. Bis heute umstritten ist Kaschmir, um das Indien und Pakistan bereits mehrere Kriege geführt haben.

Am 22. Oktober 1947 begann der erste. Paschtunische Stammeskrieger unter pakistanischem Kommando drangen ohne vorherige Ankündigung im unabhängigen Fürstentum Kaschmir ein. Die Truppen des Maharadschas hatten dem überraschenden Angriff wenig entgegenzusetzen, so dass der Weg in die Hauptstadt Srinagar nach kurzen Gefechten frei war. Teile der vorwiegend muslimischen Armee Kaschmirs waren aus Sympathie für die pakistanischen Freischärler zum Gegner übergelaufen. Der Maharadscha bat Indien um militärischen Beistand. Indien machte aber eine Bedingung: Kaschmirs musste Indien beitreten. Nach der Unterzeichnung der Beitrittserklärung griffen indische Truppen am 27. Oktober in Kaschmir ein. Der Konflikt wurde zum Krieg zwischen Indien und Pakistan, obwohl es von keiner Seite zu einer offenen Kriegserklärung kam.

Die Vereinten Nationen vermittelten einen Waffenstillstand; 1949 wurde Kaschmir offiziell geteilt. Dennoch kam es zwischen beiden Ländern immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen. Auch China hat Anspruch auf die Gebirgsregion erhoben und militärisch durchgesetzt.

Weltantikriegstag

Kalender der Kulturen | September 2017Weltantikriegstag – Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall deutscher Truppen auf Polen der Zweite Weltkrieg. Die Initiative für diesen Gedenktag ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund aus, der erstmals am 1. September 1957 zu Aktionen unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ aufrief.

Traditionell findet am Weltantikriegstag die Verleihung des Aachener Friedenspreises statt. Er würdigt Frauen, Männer oder Gruppen, die „von unten her“ dazu beitragen, der Verständigung der Völker und der Menschen untereinander zu dienen sowie Feindbilder ab- und Vertrauen aufzubauen.

www.aachener-friedenspreis.de

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Friedensfest im Coburger Land

Friedensfest im Coburger Land – Neben der Stadt Augsburg (Friedensfest am 8. August) gibt es in Bayern noch einen zweiten Ort, an dem man jährlich an das Ende des 30-jährigen Krieges erinnert: Meeder im Coburger Land. Am 19. August 1650 ordnete der Coburger Herzog Friedrich Wilhelm II. die jährliche Feier eines Friedensdankfestes an. Bis 1921 wurde es Sonntag nach Sebaldi (19. August) in jeder Kirchengemeinde des Coburger Landes gefeiert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde „Frieden“ in Deutschland mit Niederlage und nationaler Schande gleichgesetzt. Nur die Kirchengemeinde Meeder bewahrte die Tradition. Seit 1971 feiern auch die übrigen Kirchengemeinden des Coburger Landes wieder alle zehn Jahre das Friedensfest. 1982 wurde neben der Laurentiuskirche ein Friedensmuseum eingerichtet, das sogar die Anerkennung der Vereinten Nationen gefunden hat. Die Ortsgeschichte bietet viel Material. Es fängt mit Jahresangaben in Kirchenbüchern an: Annus salutis MDCLVII et Restitutae Pacis VIII = 1657. Jahr des Heils und 8. Jahr des wieder hergestellten Friedens. Nach 30 Jahren war der Frieden Anlass für eine zweite Zeitrechnung. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Menschen improvisieren: der Wehrmachtshelm als Salatschüssel, ein US-Stahlhelm als Schöpfkelle, Pfannkuchenwender aus dem Propeller eines Kampfflugzeugs, ein Brautkleid aus Fallschirmseide, Spaten aus russischem Raketenstahl.

www.friedensmuseum-meeder.de

Augsburger Friedensfest

Augsburger Friedensfest – 1650 feierten die Protestanten in Augsburg erstmals ein Friedensfest. Anlass war die Rückgabe ihrer Kirchen. 1629 hatte der Rat der Stadt am 8. August die evangelischen Kirchen geschlossen und die evangelischen Pfarrer ohne Bürgerrecht aus der Stadt gewiesen. Beim Friedensfest dachten die Augsburger auch an die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Dieser wurde 1648 mit dem Westfälischen Frieden beendet, der den evangelischen Christen die gleichen Rechte wie den Katholiken einräumte.

Das Friedensfest ist seit 1950 für den Stadtkreis Augsburg ein gesetzlich geschützter Feiertag. Arbeitnehmer können diesen in Deutschland einzigen auf eine Stadt beschränkten Feiertag allerdings nur in Anspruch nehmen, wenn sie im Stadtgebiet tätig sind. Seit 1985 feiern evangelische und katholische Christen das Friedensfest gemeinsam.

Mittlerweile wird das Friedensfest multikulturell und interreligiös begangen. Verantwortliche in Politik, Kultur, Tourismus und Wissenschaft treiben ein internationales Leitbild Augsburgs als „Stadt des Friedens“ voran.

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Weltfriedenstag

Weltfriedenstag – Am 6. und 9. August 1945 wurden die ersten Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Dabei wurde deutlich, wie nah die Menschen daran sind, sich und den ganzen Planeten zu zerstören. Der Weltfriedenstag erinnert an dieses schreckliche Ereignis.

Nach einer japanischen Legende geht für denjenigen, der 1000 Kraniche faltet, ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung. Bunte Papierkraniche sind in Hiroshima zum Symbol für die Hoffnung auf dauerhaften Frieden geworden.

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Missglücktes Attentat

Kalender der Kulturen – Juli 201720. Juli 1944: Missglücktes Attentat auf Adolf Hitler

Das Attentat vom 20. Juli 1944 gilt als bedeutendster Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus. Als Voraussetzung für den geplanten Machtwechsel, auch unter dem Gesichtspunkt des „Eides auf den Führer“, wurde die Tötung Hitlers angesehen. Die von Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei einer Besprechung im Führerhauptquartier Wolfsschanze deponierte und scharf gemachte Sprengladung verletzte den Diktator jedoch nur leicht.

http://www.planet-wissen.de

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Anne Frank beginnt ihr Tagebuch

Kalender der KulturenHeute vor 75 Jahren: Anne Frank beginnt ihr Tagebuch. – Annelies Marie Frank (1929-1945) war ein jüdisches deutsches Mädchen, dessen Familie 1934 in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. 1942-1944 lebte sie mit ihrer Familie in einem Versteck in Amsterdam und hielt ihre Erlebnisse und Gedanken in einem Tagebuch fest. Das in zahlreiche Sprachen übersetzte „Tagebuch der Anne Frank“ ist ein eindrückliches Dokument aus der Zeit des Holocaust und machte die Autorin zur Symbolfigur gegen die Unmenschlichkeit des Völkermordes in der Zeit des Nationalsozialismus.